Vermeidbare Niederlage im Tessin

von Patrick Bamert

Der 1. Mannschaft der Red Devils gelingt der Start in die Meisterschaft nach zweiwöchiger Natipause nicht. Auswärts setzt es eine empfindliche 5:7 Niederlage gegen Ticino Unihockey ab.

An ihm lag es definitiv nicht; Philipp Marty mit einer starken Vorstellung, wurde intern gerechterweise zum besten Spieler gewählt! // Bild Pascal Müller

Nach zwei spielfreien Wochenenden nahmen die Märchler den Spielbetrieb wieder auf, Ticino Unihockey, welche man aus letztjähriger Playout-Serie nur zu gut kennt, stand auf dem Programm. Eine im Vorfeld immens wichtige Partie, lag man vor diesem Spiel lediglich 4 Punkte hinter dem heutigen Mit-Konkurrenten um die angestrebten Playoff-Plätze.

Schlechter hätte man sich im Lager der Schwyzer den Start in dieses Unterfangen aber nicht vorstellen können. Es waren noch keine 4 Minuten gespielt (03:41), da musste Nicolas Fleischmann bereits sage und schreibe 4! Mal hinter sich greiffen, ein Fakt, welcher beinahe einer Unmöglichkeit gleicht. Und für die Märchler Equipe ein Schock in der Startphase des Spiels, welcher mental zu verarbeiten war. Wie im Tiefschlaf liess man den Gegner in den Startminuten schalten und walten, was diese durch eiskalte Kontertore auszunutzen wussten und bis zur Pause auf 5:1 davonziehen konnten. Einmal mehr waren es teils grobe Schnitzer, welche zu Gegentoren führten.

Antwort des Teams blieb nicht aus

Dass von jedem Devils-Spieler eine Antwort kommen musste, schien klar! Und wer die Unihockeywelt versteht, weiss, dass man einen 4-Tore-Rückstand noch locker aufholen kann, just in dieser Sportart. Denn; in den Dritteln 2 und 3 sah man eine völlig andere Märchler Mannschaft auf dem Feld, wie verwandelt, aber nach wie vor nicht fehlerfrei oder immer diszipliniert. So holte man auch in diesem Spiel wieder einige unnötige Strafen, was den Spielrhythmus nahm. Das Märchler Kollektiv arbeitete sich trotz einigen Unterzahlminuten zurück in dieses Spiel und kam bis auf 5:6 heran (49.). Rink, er traf an diesem Abend gleich zwei Mal, liess seine Mannschaft wieder Luft schnuppern und Punkte waren auf einmal, trotz eklatantem Kaltstart, wieder zum greifen nah. Leider musste man seitens der Teufel aber einsehen, dass die Hypothek der ersten Minuten zu hoch war, um aus der Fremde Punkte entführen zu können. Die Devils konnten nicht mehr reagieren, im Gegenteil, in der 59. Minute machte Ticino mit einem Empty-Netter den Sack zu und besiegelte somit die erste Märchler Auswärtsniederlage dieser Saison.

Moral stimmt

Nach Spielschluss war man sich im Lager der Red Devils wohl gleicher Meinung, dass man dieses Spiel infolge der katastrophalen Startphase verlor. Denn abgesehen vom ersten Drittel konnte man die restlichen 40 Minuten anständig gestalten und für sich entscheiden (zwei Mal 2:1), was den Ursprung dieser Niederlage umso ärgerlicher macht. „Hätten wir am Anfang nicht derart geschlafen, wäre das Spiel vielleicht in eine völlig andere Richtung gelaufen“, zieht Kapitän Roman Schnyder das Fazit. Damit spricht er an, dass man dem Gegner mindestens ebenbürtig gegenüberstand, jedoch erneut Kleinigkeiten den Unterschied zum Märchler Misserfolg ausmachten. Ein schwacher Trost trotzdem, dass man als Mannschaft Moral bewies und nie aufsteckte, was beinahe, aber leider nur fast, mit Punkten belohnt worden wäre. Somit verpassten es die Schwyzer, sich dem Playoff-Strich wieder etwas anzunähern.

 

Ticino – Red Devils 7:5 (5:1, 1:2, 1:2)

Bellinzona. 156 Zuschauer. – SR: Brunner/Büschlen.

Tore: 2. Nadir Monighetti (Tomatis) 1:0. Nadir Monighetti (Valsesia) 2:0. 4. Biffi (Fors) 3:0. 4. Damis Monighetti (Rautiainen) 4:0. 9. Schnyder (Rüger) 4:1. 12. Valsesia (Zanchi) 5:1. 27. van Welie (Vapaniemi) 5:2. 29. Rautiainen (Valsesia ) 6:2. 38. Rink (Schellenberg) 6:3. 41. Vapaniemi (Rüger) 6:4. 49. Rink (Winteler) 6:5. 59. Rautiainen (Fors) 7:5.

Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Ticino. 3-mal 2 Minuten plus 1-mal 5 Minuten (Vapaniemi) gegen Red Devils.

Red Devils: Fleischmann; Bisig, Marty, Rink, Schellenberg, Romer; Ruoss, Lukas Wildhaber, Mertha, Rüger, Schnyder; Winteler, Vapaniemi, Van Welie, Bamert, Hindermann; Mäder (ET), Engeli, Fässler, Eggler, Meier, Studer.

Ticino: Zanchi; Valsesia, Schwender, Fiorina, Fors, Gadoni, Villat, Rautiainen, Canevascini, Tomatis, Biffi, Isabella, Nadir Monighetti, Sarka, Damis Monighetti, Andreetta, Ragazzi. 

Bemerkungen: Red Devils ohne Schmid (kein Aufgebot), Jonas Wildhaber, de Ruiter und Einiö (alle verletzt).

 

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