Red Devils enttäuschend

von Patrick Bamert

Das Spiel gegen Unihockey Fribourg war eine Schicksalspartie im Play-off-Kampf. Statt einen Sieg gegen den direkten Konkurrenten gab es einen Rückschlag.  

Viel Kampf und Krampf im Spiel gegen Fribourg, wenig Zählbares! Raphael Rink & Co. verlieren das Spiel verdient mit 3:5! // Bild Rico Züger

Es war nicht der Abend der 22 Devils-Akteure. Sie versuchten zwar im letzten Drittel mit allen Mitteln, den 2:4-Rückstand wettzumachen. Doch es klappte nicht. Es war ein harmloses Anrennen der Altendörfler. Zu statisch. Zu durchschaubar. Zu ungefährlich. Das Feuer fehlte, das Heimteam brachte den Vorsprung ohne Probleme über die Zeit und gewann letztlich 5:3. Somit wurde auch die Rechnung aus der letzten Saison nicht beglichen, als die Teufel in dieser Halle 0:9 untergingen.

Bei den Devils war von Beginn an nichts mehr zu sehen von der Aufsässigkeit vom Spiel sechs Tage zuvor in Sarnen. Die Leistungen waren wie Tag und Nacht. Nicht zu vergleichen. «Heute kamen wir, ausgenommen in den ersten zehn Minuten, nie zu unserem Spiel. Wir fanden zu keiner Zeit ein Mittel, die Defensive der Fribourger zu knacken», resümiert ein enttäuschter Captain Schnyder nach Spielschluss.

Guter Start, dann nachgelassen

Devils-Captain Schnyder sagte es: Die ersten zehn Minuten liessen sich sehen. Die Roten Teufel starteten nach 46 Sekunden mit dem 1:0 in die Partie. Für einmal kein Kaltstart also für die Truppe vor Torhüter Fleischmann, der den Vorzug gegenüber Stammhüter Mäder erhielt. Doch wer nun dachte, die Märchler setzen zur Kür an, täuschte sich gewaltig. Es schien, als würde dieser Treffer eher das Heimteam beflügeln. Fribourg zeigte ab diesem Tor Aufsässigkeit, Zweikampfstärke sowie den nötigen Willen und Biss – Attribute, die bei den Märchlern nicht vorhanden schienen. Dazu fehlte es den Devils an Emotionen. Dies wirft Fragen auf, stand für das Team doch eine eminent wichtige Partie an. Diese Lethargie und Emotionslosigkeit wusste das Heimteam mit mehr als 400 Zuschauern im Rücken auszunutzen. 2:1 gewannen sie das erste Drittel, 2:1 gewannen sie das zweite Drittel.

Hängende Köpfe bei den Spielern

Dass man mit solchen Auftritten keine Punkte gewinnt, scheint in Stein gemeisselt. Die Art und Weise aber, wie sich die Devils in diesem immens wichtigen Spiel präsentierten, ist sehr bedenklich. Nun heisst es für die Devils-Equipe, den Kopf aufzurichten und nach vorne zu schauen, stehen am nächsten Wochenende mit Pfannenstiel Egg und Langenthal Aarwangen doch zwei weitere Schicksalspiele auf dem Programm. Zeigen die Devils dann keine Reaktion, dürften vorzeitig die Playouts geplant werden. 

 

Fribourg – Red Devils  5:3 (2:1, 2:1, 1:1)

Ste. Croix, 428 Zuschauer. – SR Häusler/Rimensberger.

Tore: 1. Schnyder (Vapaniemi) 0:1. 11. Stirnimann (Müller) 1:1. 16. Müller (Köstinger) 2:1. 30. Winteler (Bamert) 2:2. 38. Perroulaz (Kaeser) 3:2. 38. Zürcher (Eigentor) 4:2. 50. Zürcher (Meyer) 5:2. 57. Vapaniemi (Bamert) 5:3.

Fribourg: Stöckli, Krattinger, Weibel, Aerschmann, Meyer, Frischknecht, Köstinger, Staub, Barbey, Roulin, Thomas Zürcher, Perroulaz, Müller, Zufferey, Stirnimann, Hayoz, Kuittinen, Matthias Zürcher, Kaeser, Brodard, Andrey, Wider

Red Devils: Fleischmann; Bisig, Philipp Marty, Rink, Meier, Hindermann; Winteler, Vapaniemi, Van Welie, Bamert, Schnyder; Berzel, Mertha, Rüger, Dominik Marty; Mäder, Engeli, Lukas Wildhaber, Jonas Wildhaber, Holdener

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Floorball Fribourg. 2mal 2 Minuten gegen RD March-Höfe Altendorf.

Bemerkungen: Red Devils ohne Schmid (kein Aufgebot), Eggler (Zahnoperation), Romer (Krank), Schellenberg, Ruoss, de Ruiter, Einiö (verletzt)

Zurück