Keine Punkte beim Spitzenteam Basel

von Patrick Bamert

Der Jahresauftakt ist den NLB-Unihockeyanern der Red Devils missglückt. Gegen Topklub Basel Regio
setzte es am Samstag eine 2:7-Schlappe ab. So deutlich unterlegen waren die Devils aber nicht.

Ein solches Bild wünscht man sich im Lager der Altendörfler nur zu gern in den nächsten Spielen. Für das Fanionteam stehen noch fünf eminent wichtige Spiele auf dem Programm, welche über Play-Off oder Play-Out entscheiden werden! // Bild Pascal Müller

Seit Basel Regio in der NLB mitmischt – der Club stieg vor zwei Saisons auf – konnten die Märchler kein einziges
Direktduell für sich entscheiden. Meist setzte es gar eine klare Niederlage ab. Immerhin änderten sich beim neuerlichen Aufeinandertreffen am Samstag das Chancenverhältnis, denn die Red Devils hielten lange Zeit gut mit. Das Resultat von 2:7 spricht zwar eine klare Sprache, widerspiegelt das Spielgeschehen jedoch nicht wirklich. Was aber zählten, waren Punkte. Und für die Teufel gab es im Kampf um die Play-off-Plätze keine weiteren Zähler hinzu. Doch die Niederlage bot für das Team von Enrique Gomez auch einige Lichtblicke.

Mangelhafte Chancenauswertung

Das Toreschiessen ist in der laufenden Saison eigentlich nicht das Problem der Märchler. Fünf Tore pro Spiel sind ein akzeptabler Wert. Der Hund liegt in der Defensive begraben. Doch wollte es just an diesem Abend mit dem Toreschiessen nicht klappen. Die Gäste aus der March spielten zwar munter mit, hatten über das ganze Spiel gesehen viele gefährliche Chancen und viel Spielanteil zu verzeichnen, doch fehlte der Killerinstinkt. Die Schwyzer verpassten es mehrmals, in Führung zu gehen oder auszugleichen.

Ganz anders der Gastgeber, der sich meist auf die defensiven Aufgaben beschränkte und auf Konter lauerte. Und genau diese Konter, meist unter der Regie des Nati-Stürmers Patrick Mendelin und seinem finnischen Kompagnon Mikko Jolma, wurden gnadenlos zu Ende gefahren. Bis zur zweiten Pause zog Basel 4:0 davon. Ein zu klares Verdikt nach zwei gespielten Dritteln, war ansonsten zwischen dem Zweit- und Neuntplatzierten kaum ein Qualitätsunterschied auszumachen.

Doppelschlag im letzten Drittel

In der 44. Minute passierte schon fast kurioses, als die Red Devils dank einem Doppelschlag innert 27 Sekunden wieder ins Spiel zurückfanden und nun Lunte rochen. Just in dieser Phase haderten die Märchler etwas mit den Entscheiden der Schiedsrichter, als Lukas Wildhaber alleine losziehen und nur durch ein Foul, das ungeahndet blieb, gestoppt werden konnte. Einige Sekunden später setzte es für die Devils eine eher kleinlich gepfiffene Strafe gegen Matti Vapaniemi ab, die die Basler zum 5:2 nutzten. Es war die Entscheidung. Die Märchler waren geschlagen, nachdem sie viel Moral bewiesen hatten.

Nun folgen entscheidende Partien

«Es war kein schlechtes Spiel, das wir heute ablieferten», bilanzierte
Torhüter Matthias Mäder nach Spielschluss. «In der Offensive liessen wir heute leider jegliche Kaltschnäuzigkeit vermissen und defensiv waren wir oftmals zu unachtsam», so Mäders Erklärungsversuche.

Der Fakt, dass die Teufel in diesem Spiel keineswegs unterlegen waren, lässt für die nächsten Spiele positiv stimmen. Genau dieses positive Gefühl benötigen die Devils, denn von den restlichen fünf Spielen sind vier davon Schicksalspiele, welche über den Gang in die Play-off oder Play-outs entscheiden werden.

 

Unihockey Basel Regio - RD March-Höfe Altendorf 7:2 (3:0, 1:0, 3:2)

Sandgruben, Basel. 163 Zuschauer. SR Isler/Marty.

Tore: 6. C. Mendelin 1:0. 6. D. Kramer (T. Conti) 2:0. 18. A. Spring (P. Mendelin) 3:0. 28. N. Schwob (M. Jolma) 4:0. 44. T. Suter (T. Hindermann) 4:1. 44. D. van Welie (P. Bamert) 4:2. 48. M. Jolma (N. Schwob) 5:2. 54. N. Schwob (M. Jolma) 6:2. 56. D. Kramer (A. Spring) 7:2.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Unihockey Basel Regio. 4mal 2 Minuten gegen RD March-Höfe Altendorf.

Red Devils: Mäder; Berzel, Vapaniemi, Van Welie, Schnyder, Hindermann; Winteler, Suter, Bamert, L. Wildhaber; P. Marty, Bisig, Rüger, Rink, Romer; Fleischmann, Engeli, J. Wildhaber, Ruoss, Schellenberg, De Ruiter, D. Marty

Basel Regio: Coray, T. Kramer, Plozza, Rösch, Schwob, C. Mendelin, Conti, Richard, D. Kramer, Kurth, Marti, Staudenmann, Wildi, Steinhauser, Schaffter, Vojtisek, P. Mendelin, Jolma, Spring, Chrétien,

Bemerkungen: Red Devils ohne Schmid (kein Aufgebot), Meier (Abwesend), Eggler, Einiö (Verletzt)

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