Aus der Traum vom Cupfinal

von Roger Züger

Roland Schwyter und Simon Rüttimann und ihre Teamkollegen waren an Nuglar dran, am Ende setzte sich der Favorit aber hauchdünn durch. // Bild Rico Züger

Viel fehlte nicht, und die Kleinfeld-Spezialisten der Red Devils hätten um den Cupfinal-Einzug spielen können. Doch im gestrigen Viertelfinale fehlte es im letzten Drittel an Konzentration. 13:15 ging die Partie an Nuglar.


von Andreas Züger, Sportredaktion March-Anzeiger und Höfner Volksblatt


Sieben Erstligisten waren im Cup noch dabei – und die Red Devils aus der 3. Liga. Spitzenteam Nuglar unterschätzte die Märchler aber keineswegs, hatten diese doch zuvor schon zwei Teams aus der höchsten Kleinfeld-Liga eliminieren können. So war dann in den ersten beiden Dritteln nie ein Klassenunterschied auszumachen. Im Gegenteil: Es waren die Red Devils, die stets einen Tick besser spielten als die Solothurner. Sie wirkten wacher, abgeklärter, waren mehr in Ballbesitz.


Angeführt vom überragenden Marcel Züger, dem an diesem Nachmittag klar besten Spieler auf dem Feld, verpassten es die Devils aber, ihre leichte Überlegenheit in einen Vorsprung zu verwandeln. Zwar führten die Red Devils nach dem 0:2-Rückstand nach wenigen Minuten immer mal wieder; mal 4:3, mal 6:5, mal 7:6, mal 8:6. Aber: Das erste wie auch zweite Drittel ging Unentschieden aus, nach 40 Minuten hiess es 8:8. Alles begann von Neuem.

Marcel Züger war – einmal mehr – der beste Mann auf dem Feld und sorgte für viel Offensivgefahr. // Bild Rico Züger

Der Sieg Altendorfs lag in der Luft. Erst recht, als Pirmin Bisig und Fabian Vogt ihre Farben 10:8 in Führung brachten. Nun sollte die entscheidende Phase folgen – allerdings zuungunsten der Märchler. Ihnen gelang es nicht, gegen die aufsässigen Gäste Ruhe ins Spiel zu bringen. Kam Hektik auf, war Nuglar im Vorteil. Die Teufel leisteten sich dazu individuelle Fehler. Kleine zwar, aber diese haben im Kleinfeld-Unihockey verheerende Wirkung, erst recht, wenn schussstarke Gegner gegenüberstehen. Die Gäste liessen nun kaum mehr eine Chance aus und zogen auf 14:11 davon. Der 12:14-Anschlusstreffer kam zwar, umgehend aber die erneute Dreitoreführung ins leere Devils-Tor. Für ein erneutes Aufbäumen der Teufel war es aber zu spät. Der letzte Treffer zum 13:15 gelang erst zehn Sekunden vor Schluss.

Die Enttäuschung war den Devils-Akteuren ins Gesicht geschrieben, im Wissen, dass doch mehr möglich gewesen wäre – auch wenn das Gegenüber ein absolutes Spitzenteam war. Mit einem Sieg gegen Nuglar hätte es kein Halten mehr gegeben und das Ziel Bern wäre nicht mehr unrealistisch im Raum gestanden. Aber: Die Red Devils scheiden bei ihrem erst zweiten Liga-Cup in den Viertelfinals nach sechs intensiven Cup-Runden aus; zum zweiten mal, nachdem im vergangenen Bewerb gegen Wiler-Ersigen (6:9) in den 1/16-Finals Schluss war. Für die Equipe war es in zweieinhalb Jahren und 52 Ernstkämpfen (inklusive Cup) erst die dritte Niederlage - allerdings die bitterste. Gratulation an Nuglar und viel Erfolg in den Halbfinals.

Red Devils – Nuglar  13:15 (5:5, 3:3, 5:7)
MZH Altendorf, 150 Zuschauer. – SR: Fidel Petro.
Tore: 1. Meier (Tanner) 0:1. 6. Tanner (Kospo) 0:2. 6. Schwyter (Marcel Züger) 1:2. 7. Mangold (Dolder) 1:3. 8. Marcel Züger (Roger Züger) 2:3. 14. Roger Züger (Marcel Züger) 3:3. 16. Roger Züger (Marcel Züger) 4:3. 18. Meier 4:4. 19. Voegtli (Meier) 4:5. 20. Rüttimann 5:5. 28. Molinari (Marcel Züger) 6:5. 28. Meier (Würsch) 6:6. 29. Roger Züger (Marcel Züger) 7:6. 32. Marcel Züger (Bamert) 8:6. 36. Meier (Tanner) 8:7. 40. Mangold 8:8. 42. Bisig (Rüttimann) 9:8. 43. Vogt 10:8. 44. Mangold 10:9. 44. Kospo (Meier) 10:10. 47. Kospo 10:11. 52. Stocker (Kospo) 10:12. 53. Schwyter 11:12. 55. Kospo (Voegtli) 11:13. 56. Voegtli (Kospo) 11:14. 57. Marcel Züger (Roger Züger) 12:14. 59. Mangold 12:15 (ins leere Tor). 60. Roger Züger (Marcel Züger) 13:15.
Red Devils: Patrick Züger (30. Fleischmann); Molinari, Marcel Züger, Roger Züger; Rüttimann, Bisig, Bamert; Schwyter, Bruhin, Vogt; Kizkin, Jnglin.
Bemerkungen: Red Devils ohne Locher (rekonvaleszent), Waser, Oberholzer, Ermanni (alle abwesend).

Zurück