«Das hat mit dem Selbstvertrauen zu tun»

von Roger Züger

Trotz der Stärke Matthias Mäders kassieren die Roten Teufel am meisten Gegentore. // Bidl Pascal Müller

Das Fanionteam der Red Devils steht vor entscheidenden zwei Wochen. Gegen drei Play-out-Kandidaten müssen Siege her. Zuletzt strahlte das Team aber wenig Winner-Mentalität aus. Das muss sich ändern.


Für das NLB-Team der Red Devils sind die nächsten zwei Wochen im Rennen um die Play-offs entscheidend. Gegenüberstehen wird morgen Samstag Fribourg, in einer Woche Pfannenstiel-Egg und Langenthal. Drei Play-out-­Kandidaten. Zuletzt sorgte jedoch vor ­allem die Einstellung der Devils-Akteure für Gesprächsstoff. Gegen Sarnen wurde lediglich von «Zusatzpunkten» gesprochen, die bestenfalls zu holen seien. Solche Aussagen wären vor ein paar Jahren niemandem über die Lippen gesprungen, bestätigt Torhüter Matthias Mäder. Fehlt etwa die Winner-Mentalität? «Mhh.» Mäder, mit 178 NLB-Partien der Dienstälteste des Fanionteams, überlegt und sagt: «Ich ­glaube das hat einfach mit dem Selbstvertrauen zu tun.» Klar wolle man jedes Spiel gewinnen, «aber gegen stärkere Teams ist der Respekt einfach zu gross. Man versteckt sich.»


Den aktuellen Platz unter dem Strich haben die Red Devils indes nicht aufgrund Niederlagen gegen Top-Teams inne. Viel mehr wegen des
Federlassens gegen direkte Konkurrenten. Auffallend: Gegen Ticino lag die Equipe nach 3:41 Minuten 0:4 zurück. 0:4 (!). Gegen Davos am Samstag nach 99 Sekunden 0:2, nach etwas mehr als zehn Minuten 1:4. Hypotheken, welche die Red Devils um drei Punkte brachten. «Mir kommt es vor, als braucht das Team einen Weckruf, um überhaupt im Spiel anzukommen. Das ist fatal», sagt Mäder.


Defensiv schwach, offensiv anfällig
Ein weiteres Problem sind die vielen Gegentore. 66 Stück in zehn Partien. Damit bilden die Märchler mit Grünenmatt das Schlusslicht der Liga. ­Viele Gegentreffer seien aber hausgemacht: «Im Spielaufbau unterlaufen zu viele individuelle Fehler, und offensiv sorgen Ballverluste für Konter-­Tore», weiss Mäder. Und die offensivere Spielweise mit einem leicht veränderten Spielsystem trage ebenfalls ihres dazu bei. Das Rezept sei einfach: «Wir müssen uns wieder bewusst werden, wie man stehen und laufen muss, ­damit alle Zahnräder ineinander­laufen.» In der Praxis dauert dieser Prozess jedoch lange.
Und so stehen die Teufel auf einem Play-out-Platz, obwohl sie gut und ­gerne auch im Mittelfeld stehen könnten. Gegen Fribourg sowie Pfannen­stiel-Egg und Langenthal ist die Ausganglage simple, auch für Mäder: «Wir müssen gewinnen und das Punktemaximum anstreben – das ist unsere Chance, über den Strich zu kommen.» Mit einem Vollerfolg in Fribourg würden die Schwyzer auch die letztjährigen Kanterniederlagen vergessen machen (0:9, 9:13).


Fribourg – Red Devils
Samstag, 17 Uhr, Ste. Croix

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