Der Bann ist gebrochen

von Roger Züger

Die Kleinfeld-Unihockeyaner der Red Devils haben am Sonntag in der 4. Liga ihre allererste Niederlage überhaupt eingefangen. Zuvor hatten die Devils 29 Spiele ohne Niederlage aneinandergereiht. Doch im Spitzenkampf gegen Eschenbach verlor das Team (5:7) und muss zugleich die Tabellenführung an die St.Galler abgeben.

Noch Mitte Dezember hatten die Märchler gegen ihren ersten Verfolger einen ungefährdeten Sieg eingefahren. Bei der Neuauflage am Sonntag zitterten sich die St. Galler zum Sieg. Dabei hatte sich das Unheil früh angebahnt. Denn die Roten Teufel lagen 1:4 im Rückstand, genau so wie gegen Cevi Gossau in der vorletzten Runde. Doch nun blieb der Turnaround aus. Der Rückstand stellte eine zu grosse Hypothek dar, lag Eschenbach doch stets in Front. Zwar konnten die Roten Teufel zwischenzeitlich auf 4:5 verkürzen und waren in den Schlussminuten die bessere Mannschaft, allerdings profitierte Eschenbach von einer zweiminütigen Überzahl und konnte sich so über die Zeit retten.

"Der Sieg ist nicht geklaut. Eschenbach war motivierter, spielte aggressiv und gradlinig – der Triumph ging in Ordnung", sagte der Devils-Coach im Anschluss an die Partie.

Ärgerlicher ist für die Märchler hingegen die Punkteteilung im ersten Spiel. Denn gegen Zürich Oberland Pumas resultierte am Sonntag lediglich ein Unentschieden. Dabei war bereits das 6:6 ein Erfolg, konnten die Devils den Ausgleichstreffer doch erst in den Schlusssekunden erzielen. Nun hat die lange Zeit weiss gebliebene Weste definitiv Schmutz abgekriegt. Eine Runde, zwei Partien, ein Punkt – das gabs noch nie. Aussenstehende könnten von einem Formtief sprechen, intern ist das Wochenende bereits abgehackt. Das Geschehene sei halb so tragisch, heisst es. "Wir stehen an der Spitze der 4. Liga, und das mit einem Team, das sich von Woche zu Woche anders zusammensetzt. Kein Sieg ist selbstverständlich, weder in der 5., noch in der 4. Liga – erst recht nicht gegen hochmotivierte Teams mit einer Armada an Spielern."

Die Red Devils belegen neu punktgleich mit dem Leader Rang zwei, allerdings haben die Teufel um 25 Treffer das schlechtere Torverhältnis vorzuweisen. Dennoch ist absehbar, dass sich das Aufstiegsrennen zwischen Eschenbach und den Red Devils entscheiden wird. "Das ist toll, mehr Spannung geht nicht - und wir stecken mittendrin, wer hätte das gedacht."

Hier gehts zur Tabelle und dem Spielplan.

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