Devils rehabilitieren sich mit einem Punkt

von Andreas Ruoss

Simon Brechbühler und seine Schützlinge haben sich wieder gefangen. // Bild Rico Züger

Die Red Devils March-Höfe Altendorf erkämpfen sich gegen das bisher ungeschlagene Langenthal Aarwangen einen Punkt. Die Basis zu dieser Ausbeute legten die Märchler mit einer guten Defensivleistung, auf der sie für die Doppelrunde in dieser Woche aufbauen können.

Die rund 200 Zuschauer in der Kreuzfeld-Halle, der Spielstätte von Langenthal Aarwangen (ULA), konnten am Samstag durchaus eine Leistungssteigerung der Red Devils sehen. Denn im Gegensatz zu der 0:9-Schlappe gegen Fribourg ­fokussierten sich die Märchler zu Beginn des Spiels auf die Defensive. Das Ziel der Roten Teufel war in der klar ersichtlich: Kein Gegentor ­kassieren. Die Langenthaler hatten zwar mehr Spielanteile, jedoch liessen die Schwyzer ­Gäste keine gefährlichen Chancen zu. Der Aussenseiter stand kompakt und wartete, bis er selber in den Angriff übergehen konnte. Und die Vorgaben von Devils-Coach Simon Brechbühler setzten die Devils gut um. Es gelang ihnen sogar, sich in der Zone der Langenthaler, die in bisher vier Spielen immer als Sieger vom Feld gegangen waren, festzusetzen. Und es kam noch besser: Marco Gwerder bediente von hinter dem Tor Goalgetter Daan van Welie, der den Ball im Netz unterbrachte.


Defensive holte sich gute Noten ab
Das Spiel war auf beiden Seiten von taktischer Natur geprägt. So hielt der Minimalvorsprung bis zur Pause stand. Im Mittelabschnitt erhöhten die Platzherren den Druck auf die Märchler Hintermannschaft. Die Langenthaler versuchten, die Gäste mit einem Pressing früh unter Druck zu setzen. Und das Forechecking verfehlte seine Wirkung nicht. Durch einen gewonnen Ball in der Zone der Devils erzielten die Gastgeber den 1:1-Ausgleich; und liessen fortan nicht locker. Die Gäste waren im zweiten Spielabschnitt stetig unter Druck. Die Schüsse von ULA fanden aber den Weg ins Tor nicht – nicht zuletzt, weil Torhüter Matthias Mäder jegliche Chancen zunichtemachte. Im letzten Drittel ging es im gleichen Stil weiter: ULA bestimmte das Spiel und drückte auf den Führungstreffer. Doch dann kam der grosse Auftritt von Neuzugang Marco Ramseyer (von GC U21): Der 21-Jährige schnappte sich den Ball in der Defensive, zog an all seinen gegnerischen Spielern vorbei und katapultierte den Ball sehenswert ins hohe Eck zur 2:1-Führung.

Thorhüter Matthias Mäder hatte einiges zu tun, hielt dem Druck jedoch stand. // Bild Rico Züger

In der Verlängerung verloren
ULA zeigte sich ein wenig geschockt vom ­Führungstreffer, jedoch gelang ihnen fünf Minuten vor Spielende erneut der vielumjubelte Ausgleich. Die Partie musste in der Verlängerung entschieden werden – mit besserem Ende für die Gastgeber. Denn nach drei Minuten waren es die Langenthaler, die sich den Zusatzpunkt sichern konnten. Aus Sicht der Roten Teufel darf aber durchaus von einem gewonnen Punkt gesprochen werden. Denn die Red Devils steigerten sich in allen Belangen und traten mit einer gut organisierten Defensive auf, gegen die ULA – das zuvor durchschnittlich über sechs Tore pro Partie erzielt hatte – Mühe bekundete. Zwar konnten die Märchler mit nur einem Punkt keine grossen Tabellensprünge nach vorne machen, allerdings ist das gewonnen Selbstvertrauen viel mehr wert als nur ein Punkt und das Wichtigste für die kommenden Partien, die nicht einfach werden. Denn in der Doppelrunde vom kommenden Wochenende, in der die Devils zweimal vor Heimpublikum auflaufen können, gastiert NLA-Absteiger Grünenmatt und Thurgau, das im vergangenen Frühjahr die Viertelfinal-Serie gegen die Roten Teufel gewann.

Hier gehts zu den Fotos.

Langenthal Aarwangen – Red Devils 3:2 n. V.
Kreuzfeld. 197 Zuschauer. – SR: Rickenbacher/Siegenthaler.
Tore: 11. van Welie (Gwerder) 0:1. 28. Akeret (Schärli) 1:1. 43. Ramseyer (Houra) 1:2. 55. Malmsten (Mühlethaler) 2:2. 63. Moser (Ingold) 3:2.
Red Devils: Mäder, Fleischmann; Berzel, Ruoss, van Welie, Bamert, Gwerder;  Lopez, Heyne; Winteler, Schnyder, Marco Schmid; Marty, Houra; Jonas Wildhaber, Ramseyer, Moser; Mike Schmid, Rink; Laib, Romer, Eggler
ULA: Niklaus, Gast; Althaus, Salm, Lüthi, Schärli, Lang, Ingold, Eggerschwiler, Matter, Mühlethaler, Malmsten, Joost, Nyffenegger, Kisugite, Hänni, Reinmann, Akeret, Grütter, Moser
Bemerkungen: Devils ohne Bisig, Schellenberg (Überzählig) Lukas Wildhaber (verletzt). – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Langenthal Aarwangen, 1-mal 2 Minuten gegen Red Devils.

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