Eine von zwei Sechspunktepartien gewonnen

von Patrick Bamert

Die NLB-Unihockeyaner der Red Devils verpassten in der Doppelrunde den Anschluss an die Play-off-Plätze. Zwar resultierte gegen Pfannenstiel-Egg ein Sieg, tags darauf gabs gegen Langenthal jedoch keine Punkte.  

Red Devils - Pfannenstiel Egg 6:4; am Samstag konnten die Spieler der Red Devils wieder einmal das "Wer nöd gumpet isch kein Märchler" anstimmen! // Bild Pascal Müller

Die wegweisende Doppelrunde war für die Red Devils ein Wechselbad der Gefühle. Während die Schwyzer am Samstagabend vor heimischem Publikum Pfannenstiel-Egg in mehr oder weniger überzeugender Manier 6:4 in die Knie zwangen, setzte es 24 Stunden später eine 5:7-Auswärtsniederlage gegen Langenthal-Aarwangen ab. Die Bilanz: drei Punkte – zu wenig, da im Verlauf der Doppelrunde auch alle anderen Mitkonkurrenten um die Play-offs Punkte einfuhren. Der Rückstand über den Strich beträgt daher bereits satte sieben Punkte.

«Wir dürfen den Kopf nun nicht hängen lassen. Klar hatten wir zwei Vollerfolge im Visier, es war für mich aber durchaus ein gutes Wochenende, auf welchem wir aufbauen können», sagte Devils-Trainer Enrique Gomez.

Starkes Startdrittel

Den Grundstein zum Erfolg gegen Pfannenstiel setzten die Roten Teufel bereits im Startdrittel: 4:0 hiess es nach nur zwölf Minuten. Die Devils-Equipe war von Beginn an motiviert, aufsässig und präsentierte sich mit der nötigen Kaltschnäuzigkeit. Attribute, welche nach dem 5:0 (25.) etwas verloren gingen. So überraschte es die rund 150 Zuschauer in Tuggen nicht, dass die Gäste mit ex-Teufel Micha Lopez bis knapp vor Ende wieder auf 6:4 herankamen (56.). Erneut fehlte es dem Heimteam an Cleverness, den Vorsprung sauber zu verwalten oder gar auszubauen und den Sack zuzumachen. Eine überstandene Unterzahlsituation eineinhalb Minuten vor Schluss sicherte dem Heimteam schlussendlich verdientermassen den Vollerfolg.

Mangelhafte Effizienz

Am späten Sonntagabend gastierte das Märchler-Kollektiv in Langenthal zu einem weiteren Sechspunktespiel. Eine muntere Partie über 60 Minuten, welche stets auf beide Seiten hätte kippen können. Es war ein Hin und Her mit Chancen hüben wie drüben. Die Gastgeber legten meist vor, die Devils hingegen nach. Zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit waren es aber die Teufel, die durch Matti Vapaniemi in Führung gehen konnten (5:4). Dass am Schluss aber das Heimteam jubelte, war zum einen auf die mangelhafte Effizienz der Teufel zurückzuführen, zum andern waren es erneut die kleinen Details, welche die Oberaargauer an diesem Abend besser umsetzten als die Schwyzer und sich den Sieg somit verdienten. Das 7:5 ins leer stehende Tor der Märchler war wie ein Genickbruch, lag der Ausgleich zuvor doch gleich mehrmals auf dem Stock. 

Die Red Devils müssen sich aber an der eigenen Nase nehmen, wären doch auch in diesem Spiel wieder Punkte, gar der Sieg, möglich gewesen. Besonders ärgerlich: Die Schwyzer machten dem Gegner das Toreschiessen zu einfach, und offensiv fehlte die notwendige Kaltblütigkeit wie noch am Vortag.

Nun steht eine zweiwöchige Nationalmannschaftspause an und Zeit, um die nächsten Schritte vorwärts zu machen. Eines ist indes so klar wie das Amen in der Kirche: Wollen die Devils in die Play-offs, müssen in den nächsten Spielen Punkte her – auch wenn die Aufgaben alles andere als einfacher werden.

 

Red Devils – Pfannenstiel 6:4 (4:0, 1:2, 1:2)

Riedlandhalle. 150 Zuschauer. – SR: Niedermann/Pestoni.

Tore: 1. van Welie (Bamert) 1:0. 6. van Welie (Bamert) 2:0. 11. Hindermann (Rink) 3:0. 12. Hindermann (Marty) 4:0.
25. Meier (van Welie) 5:0. 28. Carigiet (Luchsinger) 5:1.
39. Carigiet (Schellenberg) 5:2. 44. Bisig (Einiö) 6:2.
55. Scharfenberger (Luchsinger) 6:3. 56. Lopez (Hottinger) 6:4.

Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Red Devils, 4-mal 2 Minuten plus 1-mal 5 Minuten (S. Schellenberg) gegen Pfannenstiel.

Red Devils: Mäder; Bisig, Philipp Marty, Rink, Lukas Wildhaber, Hindermann; Berzel, Vapaniemi, Van Welie, Bamert, Schnyder; Mertha, Eggler, Meier, Romer; Fleischmann (ET), Engeli, Fässler, Jonas Wildhaber, Dominik Marty, Einiö.

Pfannenstiel-Egg: Mangia, Patrick Weber, Spälti, Roman Weber, Murk, Scheuner, Schellenberg, Klöti, Bier, Lopez, Moser, Huber, Hottinger, Kyburz, Scharfenberger, Luchsinger, Carigiet, Brunold, Studer, Würmli, Forrer

Bemerkungen: Red Devils ohne Schmid (kein Aufgebot), Winteler (krank), Rüger (Deutsche Nationalmannschaft), Schellenberg, Ruoss, de Ruiter (verletzt), Einiö mit Comeback.

 

Langenthal Aarwangen – Red Devils 7:5 (2:2, 2:1, 3:2)

Kreuzfeld. 150 Zuschauer. – SR: Geissbühler/Schmocker.

Tore: 2. Berzel (Vapaniemi) 0:1. 4. Lang (Känzig) 1:1.
7. Känzig (Eggerschwiler) 2:1. 17. Rink 2:2. 32. Siegrist (Gloor) 3:2. 35. Romer (Meier ) 3:3. 37. Siegrist (Zumstein) 4:3. 45. Schnyder (van Welie) 4:4. 49. Vapaniemi (Bamert) 4:5. 52. Dätwyler (Nussbächer) 5:5. 53. Lang (T. Känzig) 6:5. 60. Ingold (Känzig) 7:5.

Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Langenthal-Aarwangen, 1-mal 2 Minuten gegen Red Devils.

Red Devils: Mäder; Bisig, Philipp Marty, Lukas Wildhaber, Rink, Hindermann; Berzel, Vapaniemi, Van Welie, Bamert, Schnyder; Mertha, Rüger, Meier, Eggler, Romer; Fleischmann, Engeli, Jonas Wildhaber, Dominik Marty, Einiö

Langenthal-Aarwangen: Niklaus, Gast, Nussbächer, Känzig, Lüthi, Crispino, Nyffenegger, Schärli, Lang, Ingold, Dätwyler, Gloor, Eggerschwiler, Akeret, Moser, Mühlethaler, Joost, Siegenthaler, Reinmann, Eichenberger, Siegrist, Zumstein

Bemerkungen: Red Devils ohne Schmid (kein Aufgebot), Winteler (krank), Schellenberg, Ruoss, de Ruiter (verletzt).

 

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