«Es ist nicht alles schlecht, wir müssen aber dranbleiben»

von Roger Züger

Enrique Gomez vermisst noch den letzten Willen, das Tor erzielen zu wollen. // Bild Pascal Müller

Die Red Devils March-Höfe Altendorf nehmen morgen Samstag den Meisterschaftsbetrieb wieder auf. Die NLB-Equipe von Enrique Gomez ist dabei als Gast in Bellinzona. Für die Schwyzer startet damit eine wichtige Phase.

Drei Wochen hat der NLB-Meisterschaftsbetrieb aufgrund der Nationalmannschaftspause geruht. Nun rollt der Ball auf dem nationalen Unihockeyparkett wieder. Die Reise führt die Red Devils morgen Samstag nach Bellinzona zu Ticino Unihockey. Im Gepäck: Neuen Mut, nachdem die Equipe aus den zuvor sechs Partien lediglich fünf Punkte erspielte. «Es war bestimmt nicht befriedigend, aber wir haben auch gute Ansätze gesehen», blickt Trainer Enrique Gomez zurück. Zwei Siege, den einen in der Verlängerung gegen Pfannenstiel- Egg, den anderen gegen Grünenmatt, stehen zu Buche. Auf der anderen Seite vier Niederlagen. Aber es war offensichtlich, dass das Team noch nicht so weit ist, wie es sich das vorgestellt hatte.

Klar ist: Der minimale Systemwechsel im Defensivverhalten funktioniert noch nicht wie gewünscht. Viele Löcher entstehen, viele Gegentore sind das Resultat. Mit 160 Gegentoren in der vergangenen Qualifikation (7,27 Gegentreffer pro Partie) waren die Roten Teufel die Schiessbude der Liga. Und dieser Schnitt konnte auch nach sechs Partien der aktuellen Saison nicht entscheidend verbessert werden (7). «Natürlich erhalten wir zu viele Gegentreffer. Aber meist nicht aufgrund des Systems, sondern aufgrund individueller Fehler», so der Neo-Trainer der Devils. Zweimal sieben sowie je einmal acht und neun Gegentreffer mussten die Schwyzer bei ihren Niederlagen einstecken. Und selbst bei den zwei Erfolgen gab es fünf und sechs Gegentore.

Auch Offensiv klappt es noch nicht

Kommt hinzu, dass das Fanionteam bereits nach dem Saisonauftakt auf den offensivstarken Stürmer Timo Einiö (Rückenprobleme) verzichten musste.Allgemein ortet Gomez auch in der Offensive Schwächen. «Wir haben Probleme im Spielaufbau, lassen im Spiel nach vorne die Kreativität vermissen. Und es fehlt der unbedingte Wille, Tore zu schiessen.» Zu denken, die Equipe hätte sich in der dreiwöchigen Pause zu einem defensiven Bollwerk und einer Torfabrik entwickelt, ist utopisch. Aber Gomez sagt, dass nicht alles schlecht sei, «wir müssen einfach nur dran bleiben und weiter Fortschritte erzielen». Entscheidend im Kampf um die Playoffs wird daher nicht die Partie gegen Ticino sein, sondern die Phase bis zur Weihnachtspause,in der nicht weniger als zehn Partien auf dem Programm stehen.

Ticino – Red Devils

Samstag, 18 Uhr, Arti e Mestieri

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