Mit Schlussspurt in den Cup-Achtelfinal

von Désirée Holdener

Erst im letzten Drittel hatten die Red Devils alles im Überblick (am Ball Dragana Danilovic) // Bild: Pascal Müller

Lange war ungewiss, ob die letztjährigen Cupfinalistinnen des Ligacups die Kehrtwende schafften, denn fast zwei Drittel zogen die Red Devils den Kürzeren. Mit einem guten letzten Drittel zogen sie den Kopf im letzten Moment aus der Schlinge.

Unihockey, Ligacup 1/16-Final – Die Red Devils wussten, dass die unterklassierten Luzernerinnen (sie sind Ende letzte Saison aus der höchsten Kleinfeldliga abgestiegen) nicht zu unterschätzen waren. Dies zeigte sich auch zu Beginn auf dem Feld, die Wolhuserinnen waren wacher und konzentrierter. Die Red Devils konnten dennoch durch Konter entgegen dem Spielverlauf mit 0:2 durch Danilovic und Rahel Wichert in Führung gehen. Was sich in der Startphase abzeichnete, traf in der Folge ein. Wolhusen wurde für ihren Aufwand belohnt und konnte drei Tore in Folge erzielen und bis zur 13. Minute mit 3:2 in Führung gehen. Kienast glich zwar für die Red Devils kurze Zeit später aus, aber Wolhusen legte nochmals mit zwei Toren vor und führten zur Pause nicht unverdient mit 5:3.

Red Devils fanden nicht ins Spiel

Nach der Pausenansprache des Staffs wollten die Teufelinnen endlich Hörner zeigen. Dies gelang nur bedingt, denn die Wolhuserinnen gaben sich keine Blösse und wollten das Spielgeschehen weiterhin bestimmen. Vogt konnte einen Abpraller zum wichtigen Anschlusstreffer verwerten. Erneut legte Wolhusen aber wieder nach und konnte in der 28. Minute mit einem Doppelschlag mit 7:4 davonziehen. Auch diverse Umstellungen in den Märchler Reihen vermochten nicht den erwünschten Erfolg erbringen. Kurz vor Ablauf des Mitteldrittels schienen die Red Devils aber langsam im Spiel angekommen. Rahel Wichert und Danilovic konnten auf 7:6 verkürzen und gestalteten das Spiel fürs letzte Drittel wieder völlig offen.

Im letzten Drittel wie ausgewechselt

Der Schwung der vergangenen fünf Spielminuten konnte mitgenommen werden. Den Red Devils schien bewusst zu werden, dass das bisher Gezeigte noch nicht reichte um ein starkes Wolhusen zu besiegen. Wie ausgewechselt agierten die Red Devils und spielten entfesselt mit guten Kombinationen die Luzernerinnen schwindlig. Innert drei Minuten schossen sich die Schwyzerinnen durch Demiéville, Dolf und Weber in Front. Von nun an nahmen sie die Zügel in die Hand und setzten dem Spiel einen neuen Stempel auf. Corina und Rahel Wichert bauten in der 52. und 53. Minute den Vorsprung zum 7:11 weiter aus. Als schwacher Trost für die gute Leistung gelang Wolhusen das letzte Tor, welches aber zu spät fiel um den Schwyzerinnen den Sieg nochmals streitig zu machen.

Für die Red Devils-Damen geht die Cup-Reise weiter. Als nächstes steht ihnen der UHC RW Erlenbach (BE, 2. Liga) gegenüber.

 

UHC Wolhusen – Red Devils 8:11 (5:3 / 2:3 / 1:5)

Berghof Wolhusen / RS: Martin Ramseier

Tore: 4. Danilovic (Wild) 0:1, 6. R. Wichert (C. Wichert) 0:2, 6. Wolhusen 1:2, 9. Wolhusen 2:2, 13. Wolhusen 3:2, 16. Kienast (Danilovic) 3:3, 17. Wolhusen 4:3, 18. Wolhusen 5:3, 25. Vogt (Weber) 5:4, 27. Wolhusen 6:4, 28. Wolhusen 7:4, 38. R. Wichert (C. Wichert) 7:5, 40. Danilovic (Vogt) 7:6, 43. Demiéville 7:7, 43. Dolf 7:8, 44. Weber 7:9, 52. C. Wichert (R. Wichert) 7:10, 54. R. Wichert (Dolf) 7:11, 57. Wolhusen 8:11

Red Devils: Wirz, Kühne; Demiéville, Rahel Wichert, Corina Wichert; Wild, Danilovic, Kienast; Friedlos, Vogt, Weber; Dolf

Strafen: keine Strafen gegen Wolhusen, 1x2 Minuten gegen die Red Devils

Bemerkungen: Red Devils ohne Kompein, Fleischmann (abwesend) Lacher (verletzt), Holdener (Pause)

 

 

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