Neue Ehrenmitglieder, neues Team, altes Problem

von Roger Züger

Michael Weibel, Thomas Mächler und Markus Rüttimann (v. l.) wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen. // Bild Roger Züger

Die Red Devils March-Höfe Altendorf hielten kürzlich ihre 32. Generalversammlung ab. Der Verein zählt neu 415 Mitglieder (200 Junioren), kann sein Grossfeld-Angebot aufgrund des Hallenproblems aber nicht mehr ausbauen.

Präsident Philipp Keller und seine vier Vorstandskollegen luden kürzlich im Restaurant «Rose» in Altendorf zur Generalversammlung. Es war die vierte GV unter der präsidialen Führung Kellers, der sich seinerseits auf das Vertrauen der Mitglieder stützen kann und nach seiner Wiederwahl dem Unihockeyverein zwei weitere Jahre vorstehen wird. «Besonders erfreulich», so Keller, sei die Neubesetzung des Ressorts «Leiter Sport», das zuletzt ein Jahr vakant war. Rolf Engeli heisst der neue Mann in der strategischen Führung des 415 Mann starken Vereins (63 Austritte; 45 Eintritte). Ebenfalls neu besetzt werden konnte das Vorstandsressort Organisation. Sarina Züger hat ihre Arbeit bereits im Verlauf des Jahres aufgenommen, wurde an der Versammlung aber offiziell gewählt.

Somit zeigt sich der teuflische Vorstand wieder komplett und umfasst sieben Mitglieder. Neben Keller wurden Simon Rüttimann (Finanzen) und Roger Züger (PR & Medien) in ihren Ämtern bestätigt. Die Amtsperioden von Marco Eberhöfer (NLB-Sportchef) und Manuel Rüttimann (Marketing) laufen hingegen im nächsten Jahr ab.

Drei neue Ehrenmitglieder

In den vergangenen 13 Jahren hat der 1986 gegründete Verein lediglich drei Personen die Ehrenmitgliedschaft verliehen, nun sind gleich drei weitere dazugekommen: Markus Rüttimann (Altendorf), Michael Weibel (Einsiedeln) und Thomas Mächler (Altendorf).Während sich Rüttimann und Weibel seit über 20 Jahren in unzähligen Funktionen abseits des Feldes für die Devils einsetzen, zählte Mächler zehn Jahre lang zum Vorstand und führte die vergangenen Jahre das Ressort Marketing und damit das Sponsoring in neue Sphären.

Präsident Philipp Keller (v. l.) konnte zwei neue Vorstandsmitglieder – Sarina Züger (Organisation) und Rolf Engeli (Leiter Sport) begrüssen. // Bild Roger Züger

Aus sportlicher Sicht verlief das Jahr beziehungsweise die Saison äusserst erfolgreich. Gleich drei Teams konnten aufsteigen (U18-Junioren in die B-Klasse; Herren 2 in die 3. Liga, Grossfeld; Herren 3 in die 3. Liga, Kleinfeld). Auch waren die Erstliga-Frauen bis in den Cup-Final vorgestossen und sicherten sich die Silbermedaille. Weniger erfreulich verlief die Saison des NLB-Teams, das das «Minimalziel Ligaerhalt»,wie es Eberhöfer sagte,nur knapp erreichte. Der NLB-Verantwortliche erläuterte ausführlich, was esbrauche, um zu den 24 besten Mannschaften der Schweiz zu gehören – «brutal viel, und jeden im Verein».

Hallenprobleme ungelöst

Neu wird neben den 20 Teams, die der Vereinunterhält (davon 16 im Meisterschaftsbetrieb), auch ein Angebot für Menschen mit einer Beeinträchtigung angeboten. Das «Special Devils»-Team wird ab Herbst einmal wöchentlich trainieren. Es ist wohl eines der letzten Teams,das neu geschaffen wird.«Denn wir stossen an unsere Grenzen», sagt Keller und spricht damit das Hallenproblem an. Man habe fast 200 Junioren, könne in den U-Teams aber nicht mehr wachsen, weil die Trainingsmöglichkeiten fehlen. «Uns sind die Hände gebunden, das tut mir in erster Linie Leid für die Junioren.» Und selbst dasNationalliga-Team der Devils kann aufgrund des Hallenproblems nur zweimal Grossfeld trainieren, während andere in der NLB mit vier Einheiten wöchentlich doppelt so viel investieren.

Der Verein blickte auf ein intensives Vereinsjahr zurück: Seenachtsfest, Unihockey-Camp, March Cup, KB-Cup, Ferienpass, X-Mas-Party, Red Devils Day – und dies alles abseits der über 300 Meisterschaftspartien, welche die Teams im Namen der Red Devils bestritten haben. «Ja, wir haben ein umfassendes Vereinsjahr hinter uns. Aber ich bin stolz, dass unser Verein dies mit viel Freude und Energie bewältigt.Dass wir einen Verein stellen, bei dem uns viele Einheimische repräsentieren.»

Zurück