Neuer Staff soll Devils ins seichte Gewässer führen

von Roger Züger

Enrique Gomez heisst der neue Headcoach des NLB-Teams. // Bild Unihockey-Fotos.ch

Marco Eberhöfer, der NLB-Sportchef der Red Devils March-Höfe Altendorf, hat seinen neuen Staff zusammen. Neuer Headcoach der Roten Teufel wird Enrique Gomez, Assistent Dominik Keller.


Das NLB-Team der Red Devils hat zwei turbulente Jahre hinter sich – auf und neben dem Feld. Während sich die Teufel 2016/17 mit einem Sieg im letzten Qualifikationsspiel in die Play-offs schossen, war in der abgelaufenen schon nach Saisonhälfte klar, dass der Gang in die Play-outs unumgänglich wird. Am Ende mussten die Schwyzer gar in der Ligaqualifikation gegen Limmattal antreten (1. Liga). Headcoach Simon Brechbühler war zu diesem Zeitpunkt bereits weg, ­hatte Ende 2017, nach eineinhalb Jahren an der Bande, nach Absprache mit NLB-Sportchef Marco Eberhöfer sein Amt niedergelegt. Franz Steinauer und Marcel Züger übernahmen ad interim bis Ende Saison. Nun kann ­Eberhöfer seinen neuen Coaching-Staff präsentieren und blickt zuversichtlich in die Zukunft: «Ich bin überzeugt, dass wir eine optimale Besetzung haben, um nach einem Stillstand wieder einen Schritt vorwärts zu machen.»


Eberhöfers neuer Bandengeneral heisst ­Enrique Gomez, assistiert wird er von ­Dominik Keller. Gomez spielte über Jahre bei den Jona-Uznach Flames (NLB) sowie in der spanischen Nationalmannschaft und ­coachte im Verlauf der letzten Jahre das einstige ­NLA-Frauenteam der Floorball Riders, die U21-­Junioren der Flames und das 1.-Liga-Team von Nesslau. Es sei nicht das erste Jahr, dass die Devils mit Gomez Gespräche geführt ­haben, «nun hat es aber endlich für beide Seiten gepasst», sagt Eberhöfer. Nicht zuletzt, weil er mit dem 2017 vom ambitionierten Unihockeysport zurückgetretenen Dominik Keller einen weiteren «NLB-Kenner» ins Devils-Lager holen konnte, absolvierte Keller doch 126 NLB-Partien für die Altendörfler. «Keller wird vor allem auch viel Know-How im athletischen Bereich mitbringen – das kam jüngst zu kurz.» Unterstützt werden die beiden in administrativen Belangen neu von Mark von Wartburg, der bis 2013 selbst für die Devils stürmte, der Physiotherapeutin Nadine Bunzendahl sowie Lukas Wildhaber, der bis im Spätsommer, wenn er seine im Oktober erlittene Knieverletzung auskuriert hat, im Staff mithelfen wird.

Dominik Keller kehrt nach einer Saison bei Tuggen-Reichenburg in der 4. Liga zurück zu den Devils – als Spieler.

Einige Abgänge, noch keine fixen Zuzüge
Damit legen die Roten Teufel den ersten Grundstein, um wieder eine feste Grösse in der NLB zu werden. Eberhöfer sowie auch die ­neuen Trainer wollen Kontinuität, «deshalb haben wir uns auch für Zweijahres­verträge entschieden». Während die seit Beginn des Jahres intensiven Arbeiten rund um den Staff nun abgeschlossen sind, ist zurzeit noch das Feintuning am Kader dran. «Wir haben ein halbes Dutzend Junioren, die aus dem U21-­Alter fallen, und wir geben in einer ersten ­Phase ­allen die Chancen, sich zu beweisen.» Wie Eber­höfer ausführt, bleibt der Kern des Teams zusammen. Dennoch gibt es ­Abgänge zu verkraften, vorwiegend betrifft dies aber keine «einheimischen» Spieler. Die Devils verlassen werden ­Marco Ramseyer (zu Limmattal), Micha Lopez (Pfannenstiel-Egg), ­Marco Gwerder (Vipers), Micha Moser (noch offen) sowie Silas Forrer (Rücktritt) und das Eigengewächs Sandro Laib, der das Pensum aufgrund einer Weiterbildung nicht mehr stemmen kann. Auch Fabian Vogt, der zwischenzeitlich sein Comeback gegeben hatte, hat sich wieder zurückgezogen. Die Devils ebenfalls verlassen hat Ondrej Houra. Der Tscheche, der lange Zeit verletzt war, kehrt zurück in die Heimat. Pawel Heyne und Marco Schmid haben die Teufel bereits im Verlauf der Saison verlassen.


Fixe Zuzüge kann und will Eberhöfer noch nicht bestätigen. Sicher ist aber: «Wir ­werden keine externen Spieler verpflichten, nur um das Team aufzu­füllen», stellt ­Eberhöfer klar. Er will «Back to the Roots»; viele eigene Spieler, ein hoher Identifikationswert und ein homogenes Team, das viel Eigendynamik entwickeln kann. Verneinen, dass dies die zwei letzten Jahre nicht der Fall gewesen war, will Eberhöfer nicht. Aber: «Jetzt zählt die Zukunft. Wir haben ­Fehler gemacht, nun aber auch unsere Hausaufgaben. Ich glaube, wir sind nach all den Strapazen auf gutem Weg und haben die ­richtigen Leute am richtigen Ort, das ist das Wichtigste.»

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