Umkämpfter Sieg vor der Weihnachtspause

von Patrick Bamert

Die Red Devils schliessen das Jahr versöhnlich ab. Mit einem hart umkämpften 5:4-Heimsieg über den UHC Grünenmatt beschenken sie sich zu Weihnachten selber mit drei Punkten.

Matti Vapaniemi war an vier der fünf Toren beteiligt. // Bild Pascal Müller

Es war eine Meisterschaftsrunde, die letztlich total für die Märchler-Equipe lief. Sämtliche Mitkonkurrenten um die Play-off-Plätze, wie Sargans, Fribourg, Gordola oder Davos, verloren ihre Partien, während die Devils Grünenmatt in einem vorweihnachtlichen Krimi vom Feld kämpften, obwohl es lange Zeit nicht danach ausgesehen hatte. Der Rückstand auf die Play-off-Plätze beträgt somit nur noch drei Zähler. Auf den Sechstplatzierten, Sargans, sind es lediglich vier Punkte.
Es war alles andere als eine Glanzleistung, welche die roten Teufel am letzten Samstagnachmittag vor rund 200 Zuschauern in der heimischen Mehrzweckhalle aufs Feld brachten. Was im Endklassement aber entscheidend ist, sind der Sieg und die drei Punkte, was Trainer Enrique Gomez nach dem Spiel – sichtlich erleichtert – unterstrich: «Was zählt ist der Sieg. Diesen haben wir uns geholt und das war unser Ziel. Mit den ersten 40 Minuten dürfen wir uns aber überhaupt nicht zufriedengeben», bilanzierte der Coach kritisch.

Schwache 40 Minuten

Die Schwyzer taten sich gegen das defensiv gut organisierte Schlusslicht aus Sumiswald lange Zeit sehr schwer. Die Gäste wussten mit ihrem gefährlichen Konterspiel zu überzeugen und liessen im eigenen Drittel sehr wenig zu. Das Märchler Offensivspiel war in dieser Phase zu harm- und ideenlos, es konnten kaum Akzente gesetzt werden. In der Defensive gab es nach wie vor Mängel und Abstimmungsprobleme, was sich bis zur 27. Minute und einem 3:0 zu Gunsten der Gäste auf der Anzeigetafel niederschlug. Ganz Altendorf befand sich in Schockstarre – ein solches Szenario hatte man sich natürlich nicht vorgestellt. Nichts sprach mehr für eine Kehrtwende der Red Devils, eine bittere Pleite schien bereits Formen anzunehmen. Entgegen des bisherigen Spielverlaufs brachte ein individueller Akzent das Märchler Spiel in der 28. Minute so langsam ins Rollen: Verteidiger Matti Vapaniemi netzte für seine Farben sehenswert zum 1:3 ein, ein Tor, welches das Heimteam beflügelte und bis zur zweiten Pause auf 2:4 herankommen liess.

Vapaniemi avanciert zum Matchwinner

Im letzten Drittel setzten die Märchler mit umgestellten Linien alles auf eine Karte, was tatsächlich Früchte trug: Bis zur 52. Minute konnten die Teufel das Score ausgleichen (4:4) und in der 58. Minute im Powerplay durch Daan Van Welie zum vielumjubelten 5:4 einschiessen.
Sehenswert war hier das Zuspiel von Matti Vapaniemi, ein Zuckerpass durch die gesamte Gästeabwehr hindurch. Vapaniemi war an diesem Abend mit seinem Tor und drei Vorlagen für die Wiederauferstehung der Red Devils verantwortlich. Ein Kränzchen darf auch dem heimischen Staff gewunden werden, konnte die Niederlage mit Entscheiden und taktischen Inputs in Extremis nochmals abgewendet werden.
Obwohl es vor Torhüter Matthias Mäders Gehäuse zum Schluss nochmals brenzlig wurde, behielt dieser die Nerven, wehrte alles ab und lieferte einmal mehr eine starke Partie ab. So konnten die Märchler den knappen Vorsprung über die Zeit retten und sich den Feierlichkeiten widmen. Ein versöhnlicher Jahresabschluss, der die Red Devils während den Weihnachtstagen von den Play-offs träumen lässt. Das erste Spiel im neuen Jahr steht gegen das zweitplatzierte Basel an.

Red Devils - UHC Grünenmatt 5:4 (0:1, 2:3, 3:0)

Mehrzweckhalle, Altendorf. 205 Zuschauer. SR Brunner/Büschlen.

Tore: 5. K. Briggen (T. Wullschleger) 0:1. 25. F. Fontana (M. Mucha) 0:2. 27. M. Mucha (S. Habegger) 0:3. 28. M. Vapaniemi (T. Hindermann) 1:3. 31. R. Schnyder (M. Vapaniemi) 2:3. 34. J. Frejd (K. Gfeller) 2:4. 49. L. Wildhaber (T. Suter) 3:4. 52. D. van Welie (M. Vapaniemi) 4:4. 58. D. van Welie (M. Vapaniemi) 5:4.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen RD March-Höfe Altendorf. 2mal 2 Minuten gegen UHC Grünenmatt.

Red Devils: Mäder; Rüger, Ruoss, Romer, Rink, Hindermann; P. Marty, Winteler, Suter, Bamert, L. Wildhaber; Berzel, Vapaniemi, Van Welie, Schnyder, D. Marty; Fleischmann, Bisig, Engeli, Schellenberg, Meier, Studer

Grünenmatt: Isaak, M. Herren, Gfeller, Hutzli, Käser, Dominguez, Briggen, Wullschleger, Mucha, Ruch, Eyer, Fontana, Habegger, Frejd, Gerber, Strohl, Lüthi, S. Herren, Zürcher


Bemerkungen: Red Devils ohne Schmid (kein Aufgebot), Eggler, Einiö (Verletzt), de Ruiter (Rekonvaleszent)

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