Drei Punkte aus der Sonnenstube entführt

Am Samstag gab es viel zu beklatschen für die Devils.
Am Samstag gab es viel zu beklatschen für die Devils. Foto Rico Züger

Das Herren U23 Team gestaltete seine Wochenendausfahrt ins Tessin erfolgreich und holte drei wichtige Punkte.

Ein bekanntes Sprichwort sagt: „Man soll die Feste feiern, wie sie fallen.” Dieser Vorsatz lag der Planung des Eventteams um Thomas Mächler zugrunde, das bereits vor längerer Zeit einen ausgedehnten Ausflug im Rahmen des anstehenden Auswärtsspiels in Lugano organisierte. Die Anspielzeit um 18:00 Uhr an einem Samstag bot den idealen Rahmen dafür.

Als erstes Highlight des Wochenendes kann sicherlich die Anreise mit dem Zug hervorgehoben werden. Kurz vor dem Mittag trafen die Spieler aus jeder Himmelsrichtung in Arth-Goldau ein und nahmen ihr reserviertes Zugabteil in Beschlag. Kaum war der Zug in Richtung Gotthard losgefahren, lagen bereits diverse Jass-Sets auf den Tischen, und die Spieler vertieften sich in die ersten Duelle. Parallel dazu wurde auf mindestens fünf Telefonen lautstark das Duell um den Sieg in der Kitzbühel-Abfahrt verfolgt. War der Sieg des Italieners Franzoni vor Odermatt ein schlechtes Omen?

Lange hingen die Teufel diesem Gedanken jedoch nicht nach. Zu packend waren die Duelle in den jeweiligen Abteilen. Ob die Zusammensetzung der einzelnen Jassteams wirklich förderlich für den Teamzusammenhalt war? Mehr dazu später.

Eifrige Lesende unserer Matchberichte wissen bereits über die Wichtigkeit einer richtigen Ernährung vor dem Match Bescheid. Auch diesen Aspekt hatte Mächler in seiner Planung berücksichtigt. In unmittelbarer Gehdistanz zur Spielstätte kehrte das Team im „Osteria Rustico” in Lamone ein. Die mit viel Liebe zubereitete Pasta schmeckte allen formidabel. An mangelnden Kohlenhydraten konnte es heute nicht scheitern.

Links: Vor dem Spiel beim
Links: Vor dem Spiel beim "Kohlenhydrate tanken" Rechts: Die "Palamondo Cadempino", ein wahres Schmuckkästchen.

Seit diesem Jahr zählen auch wir uns zu den Architekturliebhabern. Schliesslich stehen die unzähligen Turnhallen der Schweiz viel zu selten im Rampenlicht. Uns erwartete ein eher unscheinbarer Kubus mit wirr zusammengesetzten Fenstern und einem Eingang, der mit einem typischen Plastikvorhang behangen war, wie man ihn in Metzgereien findet. Im Gebäude angekommen, staunten die Devils nicht schlecht: Seit wann spielen wir Rollhockey? Zum Glück war im Rollhockeyfeld auch noch ein Unihockeyfeld mit einem grosszügigen 30-cm-Sturzraum aufgestellt. Spätestens als die Spieler das Feld betraten, auf Tuchfühlung mit dem Boden gingen und den grossen Videoscreen erblickten, waren alle Zweifel verflogen. Die „Palamondo Cadempino” ist ein wahres architektonisches Schmuckkästchen.

Kommen wir nun zum eigentlichen Teil: dem Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Lugano.

Die Gäste aus der March waren sich der Wichtigkeit der drei zu holenden Punkte im Strichkampf sowie der unnötigen Niederlage im Hinspiel bewusst.

Die Devils starteten gut in die Partie, kassierten nach zwei schnellen Kontern (die Spezialität von Lugano) aber zwei Gegentore. Eine Verunsicherung liess sich bei den Märchlern jedoch nicht ausmachen, und so glichen sie innerhalb von zwei Minuten durch Lander und Gall das Score wieder aus. Da im Anschluss diverse gute Chancen liegen gelassen wurden, ging es mit einem 2:2 in die erste Pause.

Dieser schien dem gesamten Team zusätzliche Energie verliehen zu haben, denn zuerst Knechtle und dann Diethelm konnten kurz nach Wiederanpfiff auf 2:4 aus Sicht der Gäste erhöhen. Die Teufel hatten während des ganzen Mitteldrittels das Spielgeschehen im Griff und konnten sich unzählige gute Chancen erspielen. RS-Rückkehrer Diethelm konnte kurz vor der Pause mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend verdient auf 2:5 erhöhen.

UHC Lugano
4:5
Red Devils

Auch im letzten Drittel blieben die jungen Teufel ruhig, obwohl die Gastgeber zunehmend ruppiger agierten. Da die Chancenverwertung weiterhin mangelhaft blieb und Lugano kurz vor Schluss in Überzahl und ohne Torhüter agieren konnte, blieb die Partie bis zum Schluss spannend. Lugano verkürzte noch auf 4:5, doch die Gäste warfen sich solidarisch in jeden Schuss und konnten sich auf ihren sicheren Rückhalt, Torhüter Fleischmann, verlassen. Als nach 60 Spielminuten die Sirene ertönte und die drei Punkte im Trockenen waren, war die Erleichterung im Lager der Devils gross.

Kurz nach dem Abpfiff wurde mit Flüssignahrung für einen Ausgleich des Elektrolythaushalts gesorgt, bevor es ins Teamhotel nach Lugano ging. Nach dem Bezug der Zimmer ging es weiter ins Restaurant „Acqua e Farina”, das mehrmals für seine Pizzen ausgezeichnet wurde. Das musste natürlich getestet werden. Interimscoach Zollinger äusserte sich wie folgt: «Mhm, isch sehr fein.».

Viele lachende Gesichter nach gewonnen drei Punkten.
Viele lachende Gesichter nach gewonnen drei Punkten.

Frisch gestärkt zog das Team weiter und erkundete das vielfältige kulturelle Angebot Luganos. Während einige nach Revanche für vergangene Jassduelle suchten, vertieften sich andere in tiefgründigen Taktikdiskussionen. Kurz nach 24:00 Uhr wurde dann noch das Geburtstagskind Braschler gebührend gefeiert und gemeinsam auf den Sieg angestossen.

Als gebührenden Abschluss des Abends begab sich die U23-Fraktion in die Tessiner Tanzszene. Die Ü23-Fraktion wollte ihr Glück hingegen im Casino versuchen. Der erzielte Gewinn (oder Verlust) konnte vom Redaktionsteam leider nicht in Erfahrung gebracht werden.

UHC Lugano - Red Devils March-Höfe II 4:5 (2:2, 0:3, 2:0)

Palamondo, Cadempino. 18 Zuschauer. SR Lampietti/Vega.

Tore: 3. M. Luraschi (L. Tracchia) 1:0. 8. S. Zanetti (A. Ferreira) 2:0. 9. V. Lander 2:1. 10. J. Gall (F. Weber) 2:2. 22. C. Knechtle (L. Cortinovis) 2:3. 22. A. Diethelm (J. Gall) 2:4. 39. A. Diethelm (T. Mächler) 2:5. 57. M. Luraschi (L. Tracchia) 3:5. 60. L. Tracchia (M. Luraschi) 4:5.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Lugano. 2mal 2 Minuten gegen Red Devils March-Höfe II.