Die Red Devils bekommen einen neuen Präsidenten

Foto Pascal Müller

Nach langer Suche sind die Red Devils March-Höfe auf der Suche nach einem Nachfolger für den abtretenden Präsidenten Philipp Keller fündig geworden: Mit Mirco Stadelmann stellt sich ein junges, engagiertes und bestens geeignetes Vereinsmitglied zur Wahl.

Nach elf Jahren an der Spitze der Red Devils wäre Philipp Keller auf die Generalversammlung 2025 hin gerne zurückgetreten. Trotz grosser Bemühungen blieb die Suche nach einer Nachfolge für sein Amt aber erfolglos, selbst dann, als die Stelle als Co-Präsidium neu ausgeschrieben wurde. Den Verein führungslos abgeben wollte der 49-jährige Altendörfler nicht. Und so eröffnete das neuste Ehrenmitglied der Red Devils der GV unter grossem Beifall, sich noch für eine zwölfte, aber definitiv letzte Saison zur Verfügung zu stellen. Dem Verein blieb somit ein weiteres Jahr Zeit, um eine geeignete Nachfolge für seinen «Präsi» zu finden.

Im zweiten Anlauf hat dies nun, kurz vor Ende des laufenden Vereinsjahres, doch noch geklappt: Der Vorstand der Red Devils freut sich sehr, der Generalversammlung vom 1. Juni 2026 Mirco Stadelmann zur Wahl zum neuen Vereinspräsidenten vorschlagen zu können. Der 24-Jährige ist ein roter Teufel durch und durch: Er hütet für das Herren 3 (4. Liga GF) das Tor, ist im Trainerstab des Damen 2 tätig und zeichnet sich seit letzter Saison auch für die Livestreamaufnahmen der Spiele der 1. Mannschaft verantwortlich. Zusammen mit seiner Lebenspartnerin Alessia Kümin, die ebenfalls Red Devils-Mitglied ist und im Damen 2 spielt, wohnt Stadelmann in Wilen bei Wollerau. Seit 2017 arbeitet er als Informatiker bei der Zürcher Kantonalbank. Zudem absolviert er ein berufsbegleitendes Studium (Information & Cyber Security) an der Hochschule Luzern, das er diesen Sommer abschliessen wird.

Der Torhüter des Herren 3 engagiert sich bereits jetzt stark für die Red Devils, er steht beim Damen 2 an der Bande...
Der Torhüter des Herren 3 engagiert sich bereits jetzt stark für die Red Devils, er steht beim Damen 2 an der Bande... Foto Pascal Müller

Lange Zeit habe er – allein schon wegen des zeitintensiven Studiums – gar nicht ernsthaft in Erwägung gezogen, sich für den vakant werdenden Posten zu melden, erzählt Stadelmann. Nach guten Gesprächen mit Marketingchef Pascal Müller und anderen Vereinsmitgliedern habe ihn dieser Gedanke aber zunehmend gereizt. «Herausforderungen wie diese motivieren mich. Ich bin am liebsten "mittendrin statt nur dabei", packe gerne mit an und bringe eigene Ideen ein.» Und irgendwann habe er sich gesagt: «Warum eigentlich nicht? Der Verein gibt mir seit meinem Eintritt so viel – Zeit, etwas zurückzugeben!» Schliesslich habe er bei Philipp Keller sein konkretes Interesse bekundet und sei nach einem persönlichen Treffen mit ihm endgültig überzeugt gewesen. «Die Fussstapfen, in die ich trete, sind wahrlich nicht die kleinsten», ist sich Stadelmann bewusst, «aber ich freue mich darauf, alles zu geben und zusammen mit meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen den nächsten Schritt zu gehen.»

...und ist einer von drei Livestreamproduzenten an den Spielen der 1. Mannschaft.
...und ist einer von drei Livestreamproduzenten an den Spielen der 1. Mannschaft. Foto Pascal Müller

Der noch amtierende Präsident ist überzeugt, mit Mirco Stadelmann eine ideale Persönlichkeit für den Vereinsvorsitz gefunden zu haben: «Dass Mirco von sich aus auf uns zugekommen ist, spricht für seine grosse Motivation, etwas bewegen zu wollen. Er ist ein junger Mann mit grosser Begeisterung für den Sport und unseren Verein. Und ich bin mir sicher, dass er diesen mit viel Herzblut und neuen Ideen weiterentwickeln wird.» Auf die Frage, was er seinem designierten Nachfolger mit auf den Weg geben möchte, muss Keller nicht lange überlegen: «Ich wünsche Mirco viel Freude, Energie und die nötige Geduld bei dieser Herausforderung. Weiter hoffe ich für ihn, dass er immer so ein gutes Vorstandsteam um sich herum haben wird wie ich. Und ich drücke ihm die Daumen, dass es ihm und seinem Team auch bei gelegentlichem "Gegenwind" gelingt, die richtigen und nötigen Entscheidungen zu treffen.»

Philipp Keller ist erleichtert, dass er das Vereinspräsidium nach 12 Jahren an einen bestens geeigneten Nachfolger übergeben kann.
Philipp Keller ist erleichtert, dass er das Vereinspräsidium nach 12 Jahren an einen bestens geeigneten Nachfolger übergeben kann. Foto Pascal Müller

So geht nun eine bedeutende Ära – in den 12 Jahren von Kellers Präsidentschaft wuchsen die Red Devils zu einem der mitgliederstärksten Unihockeyvereine der Schweiz heran – zu Ende und eine neue beginnt. Die Red Devils bedanken sich ganz herzlich bei Philipp Keller für sein immenses und unermüdliches Engagement an der Vereinsspitze und bei Mirco Stadelmann für seine Bereitschaft, dieses verantwortungsvolle Amt zu übernehmen.